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von St. Magdalena Speyer |
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Geschichte des Klosters St. Magdalena
Im Jahre 2004 konnte unsere
Gemeinschaft ein Doppeljubiläum feiern: 775 Jahre Kloster St. Magdalena und
700 Jahre Zugehörigkeit zum Dominikanerorden Die
Anfänge unseres Klosters St. Magdalena Den Anfang unseres Klosters finden wir rechts des Rheins in
St. Leon, einem Dorf am Westrand des Kraichgaues, wo sich eine Gemeinschaft von
Reuerinnen befand, deren Patronin die hl. Maria Magdalena war. Um das Jahr 1228 übersiedelte diese
Gemeinschaft nach Speyer. Hier schenkte ihnen das Ehepaar Walther und Edelinde
Bart das Grundstück, auf dem noch heute das Kloster steht.
links: Die Schenkungsurkunde des Ehepaares Edelinde und Walther Bart, rechts: Die alte Klostermauer des Reuerinnenklosters, diese Mauer wurde 1880 niedergelegt
Im Jahre 1304 erbaten die Reuerinnen
den Übertritt in den Orden des hl. Dominikus. Papst Benedikt XI. bestätigte
die Aufnahme in einem Dekret vom 12. März 1304.
Bereits im 14. Jahrhundert vertrauten
Speyerer Bürger den Schwestern in der Vorstadt Hasenpfuhl ihre Kinder zur
Erziehung an. Die Schwestern bereiteten die jungen Menschen vor auf ein
christliches Leben in der Welt. Wichtige Ereignisse aus der Geschichte des Klosters St. Magdalena Im Jahre 1689 wurde das Kloster in
den Erbfolgekriegen Ludwigs XIV. zusammen mit der Stadt und dem Dom ein Raub der
Flammen; die Schwestern mussten fliehen.
Der Brand von Speyer im Jahre 1689
1699
kehrten die Schwestern nach Speyer zurück und bauten ihr Kloster wieder neu
auf.
Altes
Klostergebäude von 1707 bis 1892
Das folgende Jahrhundert war ein
Jahrhundert voller Bedrängnisse. Die Schwestern mussten viermal das Kloster
verlassen und kehrten erst 1797 wieder nach Speyer zurück. 1802 wurde das Kloster säkularisiert: die Schwestern
wurden gezwungen, das Ordenskleid abzulegen und wiederum das Kloster zu
verlassen. Dieses wurde versteigert. Die Schwestern konnten es jedoch mit
finanzieller Hilfe von Verwandten 1807 wieder zurückkaufen, durften aber nur
insgeheim – im weltlichen Kleid – als geistliche Gemeinschaft dort leben. 1828 wurde das Kloster offiziell durch König Ludwig I von Bayern wieder errichtet. Er verband mit der Erlaubnis der Wiedererrichtung die Verpflichtung, die katholische Mädchenbildung in Speyer zu übernehmen. Die Schwestern eröffneten nach und nach verschiedene Schulen.
Die
Geschichte der Schulen ist hier
über eine Bildschirmpräsentation nachzulesen oder hier
als pdf-Version der Präsentation. Von 1923 bis 1931 unterrichtete die
1998 heiliggesprochene Frau Dr. Edith Stein als Lehrerin an den Schulen von St.
Magdalena in Speyer.
Edith Stein Zur Heiligsprechung von Edith Stein im Jahr 1998 hat die Edith-Stein-Realschule eine Bildschirmpräsentation entworfen, die hier betrachtet werden kann. Klicken Sie bei dem sich öffnenden Fenster auf "Bildschirmpräsentation".
Durch die Machthaber des Dritten
Reiches wurden 1937/38 alle Schulen des Klosters geschlossen. Die Schwestern
suchten nach einem neuen Arbeitsfeld. In dieser Notsituation erbaten Bischöfe
aus Brasilien und Peru deutsche Ordensfrauen. Viele unserer Schwestern waren
bereit, der Bitte der Bischöfe Folge zu leisten. 1937 reisten drei Schwestern
nach Brasilien und 1938 folgten 22 Schwestern nach Peru. Sie eröffneten dort
Schulen.
links: Die ersten Schwestern im Urwald von Brasilien, rechts: In den Hochebenen der Anden in Peru
Nach dem Ende des Nationalsozialismus
konnten die Schwestern 1945 ihre Erziehungsarbeit in Deutschland wieder
aufnehmen und verschiedene allgemeinbildende und berufsbildende Schulen eröffnen.
Wegen Mangel an Nachwuchs mussten
allerdings im Laufe der Jahre einige Schulen wieder aufgegeben werden. Heute unterrichten unsere Schwestern in Deutschland nur noch in der ordenseigenen Edith-Stein-Schule über 1000 Schülerinnen (Gymnasium und Realschule).
Zur Homepage des Edith-Stein-Gymnasiums Speyer
links: Das Edith-Stein-Gymnasium in Speyer, rechts der Pausenhof der Edith-Stein-Realschule in Speyer
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